Stahlbau Dessau - Eintracht/GW Dessau 5:2 (3:1)

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Kategorie: Neuigkeiten
Veröffentlicht am Sonntag, 23. August 2026 09:50
Geschrieben von Andreas Eichler
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Nils hatte unsere Urlaubszeit mit einigen Pausen versehen, was vermutlich richtig war. Urlaubsbedingt wäre es noch schwieriger geworden, jede Woche eine Mannschaft zu finden. Aufgrund unserer Probleme mit einer militanten Schweinebande mussten wir auswärts antreten.

Freitagabend, Fußballzeit – follkommen unnötig gegen Stahlbau verloren.

Wir duellieren uns regelmäßig mit den Kickern aus dem Lorkpark. Immer konnte man dort auf einen riesigen Fundus erfahrener Spieler zurückgreifen und immer spielt man dort einen gepflegten Fußball. Mittlerweile zählen auch einige ehemalige Aktive der Lok zu den Stahlbauern und so war es schon recht verwunderlich, dass der Gegner recht „ergraut“ antreten musste. Da wir am Freitag einige jüngere Spieler und vor allem Wechseloptionen aufbieten konnten, sah es auf dem Papier erstmal nicht ungünstig aus. Zudem hatten wir mit Marjo eine neue Sturmhoffnung aufgetan. Aufgrund der Erfahrung mit unseren letzten Scouting-Erfolgen wird er allerdings ziemlich bald ersatzlos in die erste Mannschaft wechseln. Erfreuen wir uns also an seinen Toren, so lange wie er da ist.

Zum Spiel.

Stahlbau übernahm trotz leerer Ersatzbank schnell die Initiative. Vermutlich wollte man schnell auf eine Entscheidung dringen und einer konditionellen Unterlegenheit zuvorkommen. Wie gesagt, nur eine Vermutung. Wir konnten den klug vorgetragenen Angriffen nicht immer etwas entgegensetzen. Stahlbau spielte in der Anlage sehr breit. Was unsere Außen eben auch Außen band. Dadurch ergaben sich in der Mitte dann die aus früheren Spielberichten thematisierten Raumstation-Landeplätze und auch wenn wir alle sehr routiniert sind und durch Stellungsspiel und Vorausahnen einiges klären oder zumindest erschweren, irgendwann bricht die dafür vorgesehene Sollbruchstelle und einer macht einen Fehler. Stahlbau schoss daher innerhalb der ersten 20 Minuten drei schön herausgespielte Tore. Die unterschiedlichen Auffassungen über die Ursachen für diese Überlegenheit und notwendige Änderungen führten dann zu einigen Umstellungen. Auch wenn danach nicht alles klappte, es wurde eindeutig besser. Uns gelang der Ehrentreffer in Hälfte eins. Marjo wurde durch eine mustergültige Flanke von Dirk bedient und er konnte herausragend per Kopf vollenden. Mit dieser Sprungkraft hätte er bei der Leichtathletik-EM eine Chance gehabt.

Zur Pause gab es neue Umstellungen. Nach Wiederbeginn versuchten wir, trotz der Hypothek aus Hälfte eins, noch irgendwas mitzunehmen. Es war mehr Zug drin. Wir waren aggressiver und lauffreudiger. Da wir den Gegner immer wieder forsch anliefen, schlichen sich trotz der spielerischen Qualität (z.B. A. Hänsch und R. Esche) auch da Fehler ein. Wir erkämpften uns Bälle und konnten immer wieder gut nach vorn spielen. Daher gelang uns nach einem Ballgewinn und Pass in die Tiefe (Andreas E.) der Anschlusstreffer durch Marjo. Hier waren wir nah am Punktgewinn. Immer wieder tauchten wir im Strafraum auf. Zahlreiche Ecken und Flanken brachten aber leider nichts ein. Die ersten 15-20 Minuten ließen wir auch kaum was zu. Aber auf der anderen Seite war immer noch Qualität auf dem Feld. Stahlbau gelangen noch 2 Tore. Wodurch das Ergebnis dann leider wieder ziemlich klar ausfällt. 5:2 für den Gastgeber.

Fazit:

Fussball ohne Laufen funktioniert nicht. Nachsetzen nach dem Ballverlust sollte immer höhere Priorität haben als Lamentieren, Kommentieren oder Auswerten. Der Beginn der zweiten Hälfte hat uns gezeigt, was möglich gewesen wäre. Für unser nächstes Spiel wünsche ich mir, dass „positiv bleiben“ auch tatsächlich mal umgesetzt wird. Dass die Aktiven führen und dass wir uns nicht darin überbieten, wer gerade etwas falsch macht oder wer heute wieder besonders schlecht ist.

Positiv herausheben möchte ich Marjo als Goalgetter, Endri als tadellosen linken Verteidiger mit leicht zu tiefen Pässen und unseren Torwart Jan, der in Hälfte eins einige Male retten musste.

Aufstellung: Jan – Sven K, Sven P., Martin, Andreas E. – Dirk, Jan L., Yami, Ronny – Kristo, Marjo

Bank: Erion, Thomas B., Endri, Sven M