Aufgrund eines Sportfestes auf dem heimischen Vereinsgelände musste unser Heimspiel gegen Thalheim getauscht werden. Und wo wir schonmal dabei waren, tauschten wir auch gleich den Gegner. Leider war Kochstedt der Ersatz, weil Thalheim keine Truppe stellen konnte.
Freitagabend, Fußballzeit. Föllig chancenlos erneut gegen Kochstedt.
Ein umfassender Spielbericht erübrigt sich. Deswegen komme ich gleich zur Analyse.
Wir waren mit der Startelf tendenziell gut besetzt. Aber jeder Einzelne, bis auf wenige Ausnahmen, war seinem Gegenüber „leicht“ unterlegen. Das kann man dann nur im Verbund lösen, wenn die Mannschaft gemeinsam einer Struktur folgt und man über Laufarbeit und „Aushelfen“ spielerische Defizite ausgleicht. Das haben wir bis zur Mitte der ersten Hälfte geschafft. Dicht gestaffelt und fast ohne Meckereien machten wir es dem Gegner sehr schwer, eigene Chancen herauszuspielen. Und dank Gastons Dynamik und Patricks Spielführung hatten wir eigene Gelegenheiten. Kochstedt brauchte einige Zeit, um dynamischer zu werden. Mitte der ersten Hälfte kassierten wir ein richtig blödes Gegentor, was eine Kehrtwende einleitete. Der Stürmer wird von außen angespielt. Der Schreiberling kann eigentlich klären. Der Stürmer holt sich den Ball zurück und obwohl der Schreiberling innen steht und zum Körpereinsatz ansetzt, kann der Gegner über den langen Weg einmal um seinen Abwehrspieler herumlaufen. Und weil zudem Jan auf einen Pass spekuliert, schlägt der Ball kurz danach ins lange Eck ein. Danach versuchten wir weiter alles. Wir waren bis zur Hälfte nicht chancenlos. Aber während Kochstedt immer besser wurde, bauten wir ab. Und öffneten ungeahnte Räume, die der Gegner leider auch fantastisch nutzte. Nach Tobis roter Karte Mitte der zweiten Hälfte, weil er eine Vermutung hinsichtlich des Berufs der Mutter des Parteiischen äußerte, spielten wir nur noch auf Schadensbegrenzung.
Tobias hat es gut zusammengefasst. Wir sind teilweise nicht gewöhnt, wie man den Raum auf einem großen Feld nutzt bzw. wie man denselben sinnvoll verteidigt. Aufgrund unserer Personalfluktuation und den unterschiedlichen Fitnesszuständen und abweichender Spielauffassung tun wir uns spätestens nach den ersten Wechseln schwer, unsere trotzdem vorhandenen PS auf die Straße zu bringen und (wie oben erwähnt) mit einer Struktur zu spielen. Gegen Mannschaften wie Kochstedt, von denen mind. 8 Spieler am nächsten Tag in der Kreisoberliga oder Landesklasse spielen, wird es dann schwer, weil die uns einfach zurechtlegen. In Kombination mit einem Schiedsrichter, der der überlegenen Mannschaft jedes strittige Abseits durchgehen lässt, verliert man dann 0:8.
Wie ich in jedem Spielbericht schreibe: wenn wir es schaffen, mit wenigstens ähnlichen Aufstellungen mehrmals hintereinander anzutreten, können wir damit beginnen, uns abzustimmen und aufeinander einzustellen. Dann funktionieren die einzelnen Mannschaftsteile und wir bieten nicht mehr diese Riesenscheunentore an, weil wir teilweise wie Straßenfußballer agieren. Wie Yami richtig sagte, „es ist nicht alles schlecht“. Kochstedt war ein denkbar unpassender Gegner. Beim nächsten Spiel sollten wir aber mal wieder punkten.
Aufstellung: Jan B. – Gaston, Tobias F., Andreas E., Ingo – Redi, Yami, Patrick W., Jan L., - Ronny, Dirk
Bank: Sven K., Endri, Kristo, Erion